בקוסמוס התורה היטומי הכלה

Willkommen in der Kabbalah

Anstelle einer (langweiligen) Einführung die eh jeder höchstens nur überfliegt, gebe ich hier Einsteigerinformationen, aber auch gleich faszinierende Erkenntnisse, konzentriertes spirituelles Wissen und praktische Tips weiter.

  1. Der Sinn der Kabbalah
  2. Gematrie und die Bibel
    1. Beispiel
    2. Biblische Gematrie-Ansätze
    3. Gematrie der Trinität
    4. Zwischenbilanz
    5. Eines Menschen Zahl
  3. AGS' Torakosmos
    1. Sinn und Zweck
    2. Wege zur Weisheit
    3. Unterschied zum Bibelcode
  4. Einzelnachweise

Der Sinn der Kabbalah

Kabbalistisches System aus 1684
Kabbalistisches System aus 1684

Kabbalah bietet Material und Wege zur Sinnfindung, sowohl philosophisch als auch praktisch im Alltag. Ich wurde gefragt, welchen Nutzen speziell kabbalistisches Sinn-sehen hat, wenn es auf die Bibel bezogen ist, gegenüber dem, dass der Text an sich schon alles wichtige beinhaltet, bzw. dass der Text ohnehin schon manchmal schwer genug zu verstehen ist.

Nun, Kabbalah ist nicht schwer. Sie ist erscheint vielleicht anfangs etwas umfang- und detailreich, aber diesen Eindruck bekommt man meist nur, wenn man sich die kabbalistischen Werke anderer Personen ankuckt. Denn schlussendlich entfaltet ein Kabbalist sein eigenes Sinnsystem und versteht dieses auch. Es ist ihm selbst-verständlich.

Das Sinnsystem soll dabei den Kosmos individuell erklären, sowie auch eine persönliche Selbstreflektion sein. Und auf der Basis eines solchen Systems kann versucht werden, sich ein Verstehen seiner Selbst wie auch eines Textes wie z. B. die Bibel zu erschließen und zu erarbeiten, bzw. das System dabei auch weiterzuentwickeln, es zu verändern, auszubauen oder zu kürzen.

Kabbalisten sind Entdecker und Sinnfinder und gleichen dabei im wesentlichen beliebigen Menschen, die auf ihre Weise den Kosmos erfahren und erfassen wollen, z. B. in Form eines Seesterns oder auch in Form eines inspirierten Sinnes der Bibel.

Kabbalisten verstehen sich als Reparierer und Monteure der Welt. Ihr Vorgehen zeichnet sich aus durch:

In der Kabbalah hat, ähnlich wie bei den Pythagoräern, nicht nur das Wort eine wesentliche Funktion im Schöpfungsgeschehen, sondern auch die Zahl. Es wird daher auch versucht, Verstehen durch bestimmte Zahlen zu erlangen, wie etwa Zahlen in der Bibel, von denen es dort wirklich viele gibt und welchen auch geschätztermaßen viele Nichtkabbalisten Bedeutungen zuschreiben.

Nun kann man aber auch, das ist eine Eigenheit bestimmter Alfabete alter Sprachen, ein beliebiges Wort daraus in eine Zahl umwandeln und so untersuchen. Im Falle des Hebräischen nennt man das Gematrie.

Gematrie und die Bibel

Auch wenn Zahlenmystik relativ unpopulär ist, befindet sich im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes nämlich, ein eindeutiger Hinweis, dass jemand Weisheit erlangt, wenn er die Zahl eines bestimmten Wortes berechnet:

„... den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, ...“

Dazu muss man wissen, dass in den Originalsprachen der Bibel, also im Griechischen wie im Hebräischen, jeder Buchstabe auch einen Zahlwert hat, so dass man den Gesamt-Zahlwert eines Wortes durch die Addition der Werte seiner einzelnen Buchstaben erhalten kann. Dieses und ähnliche Verfahren nennt man Gematrie, wobei dadurch jeweils zwei oder mehr Worte mit dem selben Zahlwert in Beziehung zueinander sein können.

Gematrie wird als eine Form der Meditation verstanden. Der Meditierende geht dabei davon aus, dass er wie beim Angeln früher oder später schon das richtige finden wird, während er dabei seine Fantasie frei lässt.

Gematrie ist eine der Stufen auf dem Weg zur Erkenntnis des Sinnes des Textes, die zwar die genaue wörtliche Kenntnis des Textes voraussetzt, aber dann bewusst den Textinhalt frei durch die gematrisch hinzu kommenden Ideen neu interpretieren darf. Gematrische Beziehungen gelten dabei für ebenso symbolisch, wie direkt genannte Symboliken (z. B. „Ich bin der Weinstock ...“). Und durch solche Symboliken, Gematrie inbegriffen, soll der Leser den Text interpretieren, um zu erfahren was er einem persönlich sagen will.

Es ist kein Geheimnis, dass der Bibeltext sich oftmals selbst widerspricht, zumindest „oberfächlich betrachtet“. Und so ist auch nicht alles sofort unwidersprüchlich sinnvoll was mittels Gematrie erfahren wird. Das liegt aber auch im Geiste des Lesers bergündet, egal ob er den Text mit oder ohne Gematrie liest oder erforscht.

Die Bibel hat äußere und innere Dimensionen. Gematrie ist eine jedem Menschen offene Tür zwischen diesen, durch die man hindurch gehen kann, oder auch nicht. Der entscheidende Schritt ist die Berechnung, den ohne diese sieht man das Ergebnis nicht und damit auch nicht die Beziehung zwischen zweier oder mehrerer Worte.

Das ist gänzlich anders als das pure Lesen der Bibel, da beim reinen Lesen des Textes dieser, weil man lesen kann, direkt auf einen wirkt. Die Zahlenwerte sagen einem aber normalerweise erstmal garnichts und es ist ein kleiner Aufwand sie heraus zu finden. So wirken sie auf einen nur, wenn man sie wirklich wissen will und deren Entsprechungen kennt und sieht.

Beispiel

Es gibt ein einfaches Bespiel der gematrischen Kunst, das zugleich auch ein Indiz dafür ist, dass es sogar Verknüpfungen zwischen hebräischen und griechischen Worten geben kann (ich denke weil die Zahl die Basis ist und nicht das Wort). Außerdem stammt das Wort „Gematrie“ aus dem Griechischen.

Der Name Jesus ist eine Übertragung des aramäischen Jeschua ins Griechische. Jesus, griechisch Ιησους zählt 888. Der Titel Messias ist auch eine Übertragung ins Griechische, nämlich des hebräischen Maschiach. Vereinfacht dargestellt zählt Maschiach ebenfalls 888, genaugesagt muss man hier den „vollen Wert“, bzw. auch genannt die „Zahl des Namens“, hebräisch Mispar Schemi der Buchstaben verwenden.

Biblische Gematrie-Ansätze

Gematrie Methoden
Gematrie Methoden

Auf der Zahlenebene der Bibel lässt sich ein Hinweis finden, dass Johannes mit „berechne die Zahl ...“ tatsächlich die Gematrie meint. Denn im ersten Vers des Johannesevangeliums heißt es dreimal „Logos“:

„Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott und der Logos war Gott.“

Und während das „Logos“ meist mit „Wort“ übersetzt wird, aber auch eine Berechnung bedeuten kann, ergibt dreimal „Logos“ (Λογος) = 1119. Das ist beispielsweise der Mispar Schemi Wert von „Gematrie“ (in einer Variante wie man dieses Wort seinem Klang nach ins Hebräische übertragen könnte: גימתרי).

Mispar Schemi nennt sich auch „voller Wert“ (nach Weinreb) und kann heißen „im Ganzen“, oder „innen und außen“, womit Gedanke und artikuliertes Wort gemeint sind. Es kann auch eine Vermittlung von innen nach außen oder umgekehrt bedeuten. Bildhafte Gedanken werden in Worte gefasst oder Worte rufen Gedanken hervor.

Somit wird die Sachlage hier interpretierbar als dass sich der Logos dreifach über die Gematrie außert: Gematrie vermittelt zwischen Zahl, Zeichen und Wort, respektive zwischen diesen Dreien als Formen des Logos.

Dass hier ein solcher oder ähnlicher Sinn besteht, wird noch deutlicher wenn man sieht, dass auch der Name Johannes (Ιωαννης) selbst diesen Wert hat. Und auch die Zahl von „Name Jesus“ (Ονομα Ιησους) ist 1119.

Johannes vermittelt im Namen Jesus eine dreifache Beziehung des Logos, die im Großen und Ganzen auch durch Gematrie erfahrbar ist. Johannes wie auch die Gematrie sind Vermittler des Logos.

Gematrie der Trinität

Die Dreifaltigkeitslehre
Die Dreifaltigkeitslehre

„Logos“ ergibt 373, das ist zahlgleichwertig mit den Worten „und Gott war“ in Johannes 1,1. Das heißt, Gott war der Logos, so wie es da steht, siehe Zitat oben. Und auch „Jahwe unser Gott“ (Jahwe ist der Name, Gott ist der Titel) im Schma Israel Deuteronomium 6,4 hat diesen Wert (Mispar Schemi). So gibt es also eine Beziehung zwischen Jahwe und dem Gott des neuen Testaments. Und im Schma Israel erfahren wir außerdem, dass Jahwe, der Gott Israels, Eins ist:

„Höre (Schma) Israel, Jahwe unser Gott, Jahwe ist Eins.“

Gott war der Logos, das besagt die Formel. Und dieser Gott hat eine Beziehung zu Jahwe oder ist im Großen und Ganzen Jahwe. Und im Namen Jesus (dreimal 373, siehe oben unter „Ansätze“) gibt es eine verdreifachte Beziehung zu diesem Gott, der selbst aber nur Einer ist.

Es gibt noch die Summe 1565 (Mispar Gadol) aus hebräisch „Vater“ (Ab) + „Sohn“ (Ben) + „Geist Gottes“ (Ruach Elohim). Diese erinnert an den Namen Jahwe, wenn man ihn in Zahlen buchstabiert: 10-5-6-5 (Jod-He-Wav-He). Angesichts dessen, dass es kein Wort mit einem Wert in der Gegend um 10.000 mehr gibt, so dass die Summe der drei Worte so groß sein könnte, ist die Analogie mit der 1 statt der 10 hier eine rationale Idee. – Und „Jahwe“ hier wäre dann vielleicht der „Deus“ (lat. Gott) in der Mitte wie im Bild oben rechts.

Schreiben wir aber „und Vater, und Sohn, und Geist Gottes“ ואב ובן ורוח אלהים, erhalten wir wieder 373, den Wert von „Logos“. So sind diese drei Eins, ein Logos, aber dreifach im Namen Jesus, Bezug nehmend auf Johannes und die Gematrie.

Ich lese es so, dass bei den vielen möglichen Bedeutungen von „Logos“ Johannes als Schrift (Logos, das Wort) die Botschaft (Logos, der Sinn) beinhaltet, die durch Gematrie (Logos, die Rechnung) erfahrbar wird, genauso wie in diesem Artikel offen dargelegt. Und der Sinn im eben gezeigten Fall ist die Aussage, dass die Trinität gematrischen Bestand hat, und durch das dreifache Logos in Joh. 1,1 im Zusammenhang mit den genannten Zahlen und Worten angedeutet wird.

Zwischenbilanz

Ich verstehe das ganze Vorgehen hier auch als Symbol. Die Schrift, ob nun die Tora oder die ganze Bibel, als unterschwellig bewusster Speicher des Wissens, in dem man mittels verschiedener Meditationen nach Sinn angelt. Und das können ganz verschiedene Sinne sein, die dem Angler etwas über ihn persönlich aussagen können, wobei dann das Angeln zur Selbstreflektion wird. Die Worte und Zahlen sind dabei nur die ins Bewusstein gehobenen Inhalte aus längst vergessenen Zeiten, aus denen wiederum auch neue Ideen hervor gehen, die irgendwie von dort zu kommen scheinen, wohin die Berechnung der Zahlen führt.

Was ich hier schreibe, ist eine Live-Anwendung der Methode. Es basiert nicht gänzlich auf meiner Bildung, sondern auf Zusammenhängen, auf die ich zum Teil auch erst jetzt während dem Schreiben und nachrechnen komme. Es geht nicht ganz leicht von der Hand, all diesese zu erkennen, daher entwickelt sich dieser Text zwar in sehr lebhaft angeregter Weise, aber da wo es um die Zahlen geht mal mehr oder weniger langsam. Erst wenn diese Zahlen und ihre Bedeutungen klar vor mir liegen, kann ich aufatmen und ein Résumé daraus ziehen.

Die Idee, mal nach dem Wert von „Vater, Sohn und heiliger Geist“ zu tauchen, war ein Geistesblitz, mit dessen Resultat ich sehr zufrieden bin.

Eines Menschen Zahl

In der Offenbarung des Johannes steht, die zu berechnende Zahl sei die Zahl des Tieres, die Zahl seines Namens und sie sei eines Menschen Zahl. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber man tendiert offenbar dazu, den Menschen dort mit den Eigenschaften des Tieres zu erfassen, anstelle das Tier mit menschlichen Charakterzügen.

So wie die Bibel innere und äußere Dimensionen hat, gibt es verschiedene Disziplinen in der Gematrie. Darunter ist die Methode der sogenannten „inneren“ oder „verborgenen“ Zahl, Mispar Ne'elam. Sie wurde von Friedrich Weinreb aufgegriffen[1] („um das jenseitige zu erlangen“) und ist mir daher bekannt.

Johannes hat nicht überliefert, welche Methode die richtige oder eine richtige sei, aber nach Mispar Ne'elam ergibt sich die Zahl des Tieres als eines Menschen Zahl, als Zahl seines Namens: ישוע משיח.

Für Kenner der Gematrie ist das weniger vewunderlich, denn schließlich ist die Zahl von „Schlange“ נחש die selbe wie von „Maschiach“ משיח (hebräisch für Messias, lat. Christus). Und diese Zahl ist 358.

Nun heißt das aber nicht, dass der Erlöser und der Verführer unbedingt die selbe Person sind. Nach dem gematrischen Prinzip gibt es eine Beziehung auf der Basis von Gemeinsamkeiten.

AGS' Torakosmos

Sefirot-Symbole im Lebensbaum
Sefirot-Symbole im Lebensbaum

Andreas G. Szabó hat sich auf gematrische Verfahren spezialisiert und sie mit Hilfe des Computers weiter entwickelt, wobei er sich auf einen Hinweis im Sefer Jetzira stützt: „... wisse, rechne und zeichne, ...“.

Nach seiner intuitiv entwickelten „Hitomi“-Methode vermag er es, den Computer Punktemuster mittels der Zahlwerte von bestimmten Worten der hebräischen Tora berechnen und zeichnen zu lassen, in denen er mystische Symbole und mathematische oder astronomische Sachverhalte erkennt.

Mit diesem Ergebnis hat er eigentlich nicht gerechnet, er wollte nur die Verteilung bestimmter Wortwerte grafisch darstellen, wobei es vielleicht bestimmte Auffälligkeiten oder Muster geben könnte.

Sinn und Zweck

Nun sollen die gefundenen Symbole die Sefirot im kabbalistischen Baum des Lebens darstellen, wofür es vielerlei Indizien gibt. Beispielsweise:

Einige solcher Beziehungen wurden erst bemerkt, nachdem da Symbole schon überhaupt als solche erkannt waren. AGS meint, er hat die Verknüpfung zu den Sefirot nur gefunden, weil die Symbole rund sind und auch die Sefirot im Baum rund gezeichnet werden.

AGS meint, mittels der (archetypischen) Symbole kann man gut auf die Bedeutung der Sefirot eingehen. Und als Gerüste und Stützen für die Aufnahme kabbalistischer Erkenntise könnten sie dienen. Man bedenke auch, dass z. B. die Freimaurer mit ihrem Winkelmaß und Zirkel an der Selbstveredelung arbeiten. Nun gibt es z. B. diese beiden Formen ebenfalls im Torakosmos, und sie würden dort zusammen mit den übrigen sowohl auf subtile Art (nur durch ein Paar unscheinbarer Punkte) ein Gesamtkonzept vermitteln, als auch einfach für die Kontemplation da sein.

Wege zur Weisheit

Kabbalah ist Meditation der Worte und Zahlen, sowie auch der Zeichen. Und diese Zeichen sollen, neben den hebräischen Buchstaben, auch die gefundenden Symbole der Sefirot sein. Denn es gibt 22 hebräische Grundbuchstaben und die 10 Sefirot, zusammen die 32 Wege der Weisheit des Sefer Jetzira.

Bisher seien aber nur die Zeichen von acht der 10 Sefirot entdeckt und korrekt eingeordnet. Der Rest könnte sich uns noch erschließen, meint AGS, und bietet dazu das Berechnungsprogramm online und live an.

Es ist so, als hätten die Zeichen der Sefirot bisher komplett gefehlt, weswegen vielleicht das Sefer Jetzira deutlich angibt, dass die Sefirot „ohne etwas“ seien. Dieses „Null“ soll verdeutlichen, dass Zahl an sich etwas inhaltsloses ist, das sich zwar in Zeichen, Worten und gezählten Gruppen von Dingen ausdrückt, aber nie selbst erscheinen kann, weil es sie rational nicht gibt. Aber die acht Symbole sagen, es ist doch etwas da. Zwar nicht die Zahlen, respektive die Sefirot selber, aber eine Muster-Grundlage für deren archetypische Zeichen. Und dieses musterhafte etwas ist so subtil da, dass man erstmal tief nachforschen (in diesem Fall einen Computer benutzen) muss um es erkennen zu können.

Was dass bedeutet wird einem erst klar, wenn man begreift, dass das Buch ein Symbol für unterschwellig bewusste Vorgänge und Erfahrungen ist, in welchem bestimmte Grundmuster von Haus aus eingraviert sind. Die Tora ist symbolisch das Grundgesetz des Kosmos.

Es ist etwas da. Und die Art wie es verschlüsselt ist, könnte unter Anderem den schlichten Grund haben, dass es in dieser Form die Natur des unterschwellig Bewussten treffend nachbildet.

AGS vergleicht das mit dem Sternenhimmel. Es ist dort nichts da außer ein paar „Punkten“, die erste durch Assoziationen und Nennungen Sinn bekommen. Und in diesem Sinn reflektiert sich dank der Natur des Kosmos die Natur des betrachtenden Geistes. Und während die Sterne zufällig zerstreut anmuten, gilt dies jedoch niemals für das Bewusstsein. Hier ist eine feine Veranlagung.

Nach der Hitomi-Formel ist in der Tiefe der Tora schon etwas (sinnvolles) da, bevor es durch Assoziation erkennbar wird. Und das Assoziieren dessen geschieht derart unterschwellig, dass es kaum bis garnicht bemerkt wird. Erst das Ergebnis leuchtet einem ein.

AGS meint, die bewusste Wahrnehmung solcher Vorgänge wären gleichbedeutend mit Weisheit. Denn der Weisheit Chokmah Symbol ist die gerade Linie, mittels der die Punkte im Himmel verknüpft werden.

Hier ist vielleicht jene Weisheit, die zu erlangen der Vers über „eines Menschen Zahl, die auch die Zahl des Tieres ist“ meint, indem man mit den Worten und Namen rechnet, um sich deren Beziehungen (Assoziationen) bewusst zu machen. AGS meint, „Rechnen“ bedeutet auch soviel wie genaues Beobachten, Schritt für Schritt.

Unterschied zum Bibelcode

Der sog. Bibelcode, der anfangs viel Aufmerksamkeit auf sich brachte, gilt inzwischen den Meisten als widerlegt, wurden doch solche Codes auch in anderen, nicht als heilig geltenden Texten gefunden.

Weitere Probleme des Bibelcode sind, dass er unzählige Möglichkeiten hat, und dann auch noch verschwinden kann, wenn irgendwo ein Buchstabe mehr oder weniger steht (selten gibt es das).

Anders ist das mit der Hitomi-Verschlüsselung. Hier gibt es nur 1395 Möglichkeiten für Puktemuster, und diese entstehen jeweils nur aus ein paar Worten, deren genaue Lage in der Genesis für den optischen Eindruck nicht so wichtig ist. Ich habe verschiedene Genesisvarianten ausprobiert und konnte keine Abweichungen im Aussehen der Muster bemerken.

Einzelnachweise

  1. Friedrich Weinreb: „Zahl, Zeichen und Wort“, ISBN 3905783568