בקוסמוס התורה היטומי הכלה

Gematrie

hebräisch Wert
Alef א 1
Beth ב 2
Gimel ג 3
Daleth ד 4
He ה 5
Waw ו 6
Zajin ז 7
Chet ח 8
Tet ט 9
Jod י 10
Kaph כ 20
Lamed ל 30
Mem מ 40
Nun נ 50
Samech ס 60
Ajin ע 70
Pe פ 80
Tzade צ 90
Koph ק 100
Resch ר 200
Schin ש 300
Taw ת 400
Kaph-sof ך 500
Mem-sof ם 600
Nun-sof ן 700
Pe-sof ף 800
Tzade-sof ץ 900
Quelle: WikiPedia

Gematrie ist eine hebräische Form der Zahlenmystik. Neben allem Möglichen, das man zum Begriff Zahlenmystik nennen kann, behandelt dieser Artikel nur die Berechnung der Werte hebräischer Worte durch die Addition der Werte ihrer Buchstaben, und den anschließenden Vergleich von Worten gleicher Summe. Im Griechischen ist das auch möglich und man nennt es dann Isopsephie.

  1. Methoden
    1. Normaler Wert
    2. Voller Wert
    3. Verborgener Wert
    4. Kehrwert
    5. Grammatik
    6. Buchstabierung
  2. Isopsephie
  3. Zweck
  4. Deutungsprinzip
  5. Weblinks
  6. Einzelnachweise

Methoden

Gematrie Methoden
Gematrie Methoden

Zunächst mal ist zu sagen, dass mir außer hebräischer und griechischer Zahlenmystik kaum eine andere bekannt ist, die funktioniert. Außerdem weiß ich nicht, welche der vielen möglichen Schlüssel[1] wirklich Sinn machen. Durch eine Mehrzahl der Lesungsarten ergeben sich mehr Kombinationsmöglichkeiten, was mitunter auch zur Ansicht führen kann, das mit phantasievoller Beliebigkeit vorgegangen wird. Daher beschränke ich, ähnlich wie auch Friedrich Weinreb, meine Untersuchung auf diese Methoden:

Normaler Wert

Verwendung der normalen Zahlwerte der Buchstaben im Hebräischen und Griechischen. Im Hebräischen kann dabei der letzte Buchstabe eines Wortes, wenn er ein sogenannter Endbuchstabe ist (die -sof Buchstaben in der Tabelle rechts), mit seiner großen Zahl (Mispar Gadol, 500 bis 900) gezählt werden, oder aber mit seiner äußeren Zahl (Mispar Hechrachi, bis 400). Die äußere Zahl, auch „einfacher Wert“ genannt, ist der Wert der Sprache, dessen was ausgesprochen wird. Denn dabei gibt es keine Endbuchstaben, die anders klingen würden.

Voller Wert

Hebräische Buchstaben haben Namen. Die Zahl des Namens (Mispar Schemi), auch „voller Wert“ genannt, ist gegeben, wenn man die Namen der Buchstaben eines Wortes aus schreibt und dann deren Werte addiert. Hierbei werden die Hechrachi-Werte aller Buchstaben verwendet. Beispiel: Alef א schreibt sich Alef-Lamed-Phe אלף, das ergibt addiert 111 für Alef.

Verborgener Wert

Vom „verborgenen Wert“ (Mispar Ne'elam) spricht man, wenn man den äußeren Wert (Hechrachi Wert) vom vollen Wert abzieht. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit nach innen und auf einen noch tieferen Sinn gelenkt.

Kehrwert

Der „Kehrwert” oder sogenannte Atbasch wird erreicht, wenn man für den Wert des ersten Buchstabens des Alefbet jenen des letzten Buchstabens ein setzt, für den zweiten den vorletzten und so weiter. Dies spricht für die Umkehr einer Bedeutung, eines Prinzips oder einer Idee, oder dafür, dass ein Prinzip auch umgekehrt gilt.

Grammatik

Bei allen meinen Untersuchungen dürfen Worte auch in beliebigen sprachlichen Formen erscheinen, ohne dass diese bei der Deutung eine Rolle spielen müssen. So zum Beispiel darf stehen „ihre Streitwagen“, das im Hebräischen zusammen als ein Wort geschrieben wird und so einen wichtigen Wert hat, während man in der Deutung dann aber mitunter nur von „Streitwagen“ spricht. Diese Regelung erscheint mir neu, berücksichtigt aber Eigenarten der hebräischen Sprache und gilt für mich damit als richtig.

Buchstabierung

Diese Regelung ist für mich nicht überliefert, findet aber gelegentlich Anwendung. Für die Summenbildung des Wertes von nicht hebräischen Worten, die hebräisch buchstabiert werden, dürfen alternative Buchstaben verwendet werden, solange der Klang sinnvoll bleibt. Dies bezieht sich nach dem Stand der Erkenntnisse aber nur auf den Hechrachi-Wert, der für das gesprochene Wort steht, und auf seine Ableitungen (alle obigen Methoden außer dem Gadol-Wert).

Isopsephie

Die Isopsehpie, also die griechische Variante der Gematrie, funktioniert fast genauso, außer dass in der Isopsephie nur eine einzige Berechnungsmethode überliefert ist, entsprechend dem normalen Wert aus der Gematrie. Es gibt also in der Isopsephie nur einen einzigen Zahlenschlüssel, und dieser sind die direkten Werte der Buchstaben: 1 bis 9, 10 bis 90, 100 bis 900. Ferner kennt das Griechische keine Endbuchstabenwerte.

Zweck

Wortwertberechnung und das Entdecken von Beziehungen zwischen Worten gleichen Wertes wird in der Kabbalah als mystische Meditation verstanden, in der man bewusst mit Mitteln der freien Assoziation arbeitet. Der Kabbalist geht davon aus, dass er schon das richtige finden wird, was immer auch das ist. Es ist aber wie Angeln: Geduldig sein und manche Fische wirft man wieder zurück in den Teich.

Deutungsprinzip

Beispiel für gematrische Beziehungen
Beispiel für gematrische Beziehungen

Ein gleicher Wortwert von zwei oder mehr Worten drückt eine mögliche Beziehung aus, nicht unbedingt Identität in der Bedeutung. Ein Beispiel: Im Hebräischen haben die Worte Dunkelheit (Machschak) und InBlindheit (BeSanverim) den selben Zahlwert 368. Blindheit bedeutet Dunkelheit für den Blinden, aber Dunkelheit bedeutet nicht, dass da jemand blind ist. Beide Worte zielen aber auf etwas Drittes ab, das eine höhere Ordnung hat, nämlich: „nichts sehen können“, oder „etwas nicht sehen können“. Das ist das gematrische Prinzip, der Schluss auf den höheren Sinn.

Einzelnachweise

  1. Alternative Gematrie Methoden