בקוסמוס התורה היטומי הכלה

Korrektur der Welt durch praktische Kabbalah

Praktische Kabbalah bedeutet Korrektur der Welt (Tikkun ha Olam). Die Kabbalah ist das „große Fahrzeug“ auf dem kabbalistischen Weg. Das heißt, ähnlich wie beim Mahayana-Buddhismus, der Kabbalist ist an der Erlösung aller Menschen interessiert, nicht nur an seiner eigenen.

Es gibt unabänderliche Umstände, aber in gewissem Rahmen ist jeder Mensch der Schöpfer und Kritiker seines persönlichen Bereiches, diesen mehr oder weniger entfaltend. Und weil dieser Bereich der archimedische Punkt und maßgeblich für das Umfeld ist, setzt der Tikkun beim individuellen Menschen selbst an, so dass dieser Mensch eine edle Seele sei und gutes ausstrahle.

Dies erfordert neben einem guten Willen gegenüber allen Menschen auch das in sich gehen, um dort Klärung zu finden.

  1. Ziele
  2. Methoden
    1. Symbolik und Zahlenmystik
    2. Kosmische Beziehungen
  3. Verständnis der Magie
  4. Symbolarbeit

Ziele

Gute Ausstrahlung kommt von innen. Spirituelle (kabbalistische) Ziele sind nichts übernatürliches. Sie sind ganz alltäglich und beinhalten unter anderem:

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Ausgleich der Sefirot, denn daraus resultieren alle anderen Qualitäten. Es ist ein Sammelbegriff. Dem Kabbalisten liegt es daran, sich selbst und anderen bei der Erlangung dieser Ziele zu helfen.

Methoden

Den spirituellen Zielen stehen diverse typische Methoden gegenüber. Darunter fallen die Erstellung von Übersichtsplänen der eigenen Ansichten, Zahlenmystik, sowie die Erkenntnis kosmischer Beziehungen. In diesen Praktiken können vier Stufen des Fortschritts ermittelt werden:

Die objektive Erkenntis wird gerne als „Sod“, d. h. Geheimnis bezeichnet, weil sie für gewöhnlich hinter dem Schleier der Subjektivität verborgen ist. Die Kunst besteht darin, fein zwischen objektiver und subjektiver Elemente zu unterscheiden.

Symbolik und Zahlenmystik

Der praktische Kabbalist vertieft sich (z. B. bei der Suche nach Zahlen) nicht unbedingt nur in die Tora (das heißt, in das Gesetzt) oder in andere kabbalistische Schriften. Die Auffassung dass es (nur) so sei verwechselt das Materielle mit dem Geistigen. Die Tora z. B. steht für das unterschwellig Bewusste, das primäre und grundlegende Geschehen, das wie Wasser ist und auf dessen Oberfläche sich das Bewusstsein abzeichnet. Der Zahlenmystiker taucht in dieses Wasser ein und fischt nach Bedeutungen.

Dabei spielt die Zahl die Rolle der ultimativen Verknüpfung nach der er aus ist. Die Zahl fixiert die Erkenntnis. Das heißt, die Erkenntnis wird durch die Zahlen geordnet und festgehalten.

Kosmische Beziehungen

Mit den Zahlen verknüpft finden man in dem Köpfen der Kabbalisten viele Welt-zu-Welt Beziehungen, in denen ein Symbol oder eine Sache das andere Symbol oder die andere Sache erklärt. Es wird klassifiziert und kategorisiert. Die Welt wird zergliedert und unterteilt in Welten, und die Seele in Seelen.

Anschließend versteht sich der Kabbalist darauf, diese Teile wieder zu vereinen oder auszugleichen.

Dazu ist es ihm wichtig zu wissen, dass die vorgefundene Struktur meist nur ein Abbild der eigenen Seele, und deren Interpretation persönlich ist. Was nicht persönlich ist, wenn man das erkennt, muss demnach objektiv sein. Diese Erkenntnis ist die Erfahrung, die alle Kabbalisten machen wollen.

Nach hermetisch-kabbalistischem Glauben, dem hermetischen Credo „wie oben so unten“, ist der individuelle Mensch nicht getrennt von dieser Objektivität. Der Beobachter hat unbedingt Einfluss auf das Beobachtete und umgekehrt.

Verständnis der Magie

Kabbalistisches Wirken wird manchmal umgangssprachlich als Magie bezeichnet, ist aber nicht mehr und nicht weniger paranormal als Butterbrotschmieren.

Magie beinhaltet die Lehre der Tiefenwirkungen aller Gedanken, Worte und Handlungen. Tiefenwirkungen sind „unglaubliche“ Wirkungen, auf die man meist garnicht erst kommt. Und diese Wirkungen sind in unserem Alltag unterhalb der Schwelle des Bemerkten verborgen, aber immer vorhanden, egal ob man „zaubert“ oder nicht.

Leider glaubt man meist, dass Tiefenwirkungen nur durch spezielle Methoden erreicht werden können, zB durch Rituale, Selbstsuggestion oder Hypnose. In Wirklichkeit ist aber alles was man tut, sagt, denkt oder bewusst oder unbewusst wahrnimmt eine Suggestion. Man kann beeinflussen, was man suggeriert, aber nicht dass man überhaupt suggeriert und auch nicht dass es tiefer wirkt als man denkt. Auch Aberglaube ist Suggestion. Aha, interessant, man denkt es gibt keinen Ausweg aus dem Rad der Suggestion. Doch, den gibt es. Das ist Bewusstwerdung, Erwachen. Zb indem man bemerkt, was man gerade suggeriert, denkt. Der Geist kann dann in der Schwebe bleiben und sich dem Gefühl öffnen...

Rituale sind bewusste Suggestion und haben den Zweck sich auf etwas zu konzentrieren. Konzentration an sich ist schon ein Ritual. Es wird auch gesagt, jeder Tag ist ein Ritual und man soll ihn so leben wie als dass er vergleichbar wichtig ist wie das sonst ritualisierte.

Die Wirkungen sind intensiv, wenn man um sie weiß, ihre genaue Funktion und Zusammenhänge versteht und das alles in das Fenster der Aufmerksamkeit ruft. Hierzu dienen unter Anderem Symbole.

Symbolarbeit

Der Kabbalist wünscht sich Leiderlösung für Alle, die Reparatur der ganzen Welt. Zu diesem Zweck strebt er nach Selbstveredelung um gutes tun zu können und auszustrahlen.

Symbole haben „Prägekraft“ und so können bestimmte edle Symbole verwendet werden, um sich auf dieses Ziel auszurichten. Hier setzt der Torakosmos an.