בקוסמוס התורה היטומי הכלה

Seele

Viel ist zum Thema Seele gedacht und geschrieben. Hier nur eine kleine Wiedergabe einer möglichen Quintessenz in versuchsweise zeitgemäßer Klarheit weitgehend ohne mystische Begriffe.

  1. Die kabbalistische Seele nach AGS
    1. Die Nefesch
    2. Der Ruach
    3. Die Neschamah
    4. Der „Nichts“ Bereich
  2. Seele und Sefirot
  3. Zur Seele in der Bibel
  4. Weblinks

Die kabbalistische Seele nach AGS

Seele ist nicht ein etwas, dass jemand hat oder nicht hat wie eine Ding. Seele ist eine Umschreibung für bewusste und auch weniger bewusste emotionale und gedankliche Erfahrungen. Seele ist mal hier mal dort, wo diese Erfahrungen wahrgenommen werden.

Der Sinn der Seele als Umschreibung dieser Erfahrungen liegt darin, letztere zu kategorisieren um persönliche Prioritäten und Ziele auseinander zu sortieren.

Diese Kategorien dienen der Orientierung, sind aber nicht das Gebiet selbst. Es hat sich in der Kabbalah, Bibelforschung, Psychologie und Umgangssprache nur eingebürgert, von „Teilen“ vornehmlich des Menschen zu sprechen, oft mit bestimmter Anzahl solcher Teile.

So kann man schematisch gesprochen mehrere seelische Bereiche erkunden, welche im Zusammenwirken bestimmte Funktionen erfüllen. In der Kabbalah tragen solche Bereiche verschiedene Namen, die in ählichem Sprachgebrauch auch in der Bibel vor kommen.

Die seelischen Bereiche sind bewusst oder unterbewusst und im Unterschied zur verbreiteten Annahme eines göttlichen allwissenden Wesens (oder Teils) alle lernfähig. Die Grundfunktion und Aufgabe der kabbalistischen Seele sind dabei das Leben und Streben, das von jedem Bereich individuell umgesetzt wird.

Die Nefesch

Nefesch ist körperorientiert und kümmert sich um dessen Erhaltung und marteriellen Bedürfnisse. Hierher gehört auch das Zellbewusstsein, denn jede Zelle ist ein kleines Lebewesen. Pflanzen und Tiere haben auch eine voll ausgeprägte Nefesch. Sie kann vegetativer und animalischer Bereich genannt werden. Nefesch strebt instinktiv nach Überleben.

Die Bereiche der Nefesch arbeiten oft unterschwellig und werden in unserer Zeit und Welt kaum wahrgenommen oder übergangen. Der Mensch hat verlernt auf diese Seele zu hören. Nichts desto Trotz bedarf das Unterbewusstsein einer Lenkung, da es selbst ohne diese in jede für das Überleben interessante Richtung zerfließt.

Der Ruach

Ruach ist am herzlichen und emotionalem Denken interessiert und fühlt sich auch eher zum Körper (Guf) hingezogen. Emotionales Denken ist eines, das auf das Erleben bestimmter Emotionen abzielt. Bei Tieren und Pflanzen ist Ruach eher weniger sichtbar ausgeprägt, aber durchaus vorhanden.

Die Bereiche des Ruach arbeiten „überschwellig“ und können als „normales“ Bewusstsein oder „Geist“ verstanden werden. Der Mensch dieser Zeit und Welt sieht und nimmt an, dass dieses das einzige sei, was es (geistig) gibt.

Die Neschamah

Neschamah sind Bereiche von erhabenem Intellekt und fördern ein Denken das sich an geistigen Ideen orientiert. Hierher gehört auch die Entwicklung und das Verstehen von Sprache. Pflanzen und Tiere haben Neschamah, können diesen Bereich aber nur im Rahmen ihrer jeweils veranlagten Sprachfähigkeit ausdrücken und weiter entwickeln. Neschamah strebt nach Kultivierung.

Es wird allgemein geglaubt, dass der „Zustand“ oder die „Stufe“ Neschamah erst erreicht oder erklommen werden müsse, dabei bemerkt zum Beispiel die Bibel konkret, dass Gott dem Menschen schon bei seiner Schöpfung Neschamah einhaucht. Mehr als einen Hauch davon hat der Mensch allerdings normalerweise nicht. Hier setzt das „Lernen für das Leben“ an. Die Schöpfung und Korrektur der Welt beginnt, wenn Neschamah-Ziele bewusst in die Tat umgesetzt werden.

Auch wenn Neschamah als erhaben gedacht wird, hat sie Beziehung zu Nefesch, da sie ermöglicht, diese zu verstehen.

Der „Nichts“ Bereich

Wenn man sich vor stellt, dass man kein Körper ist, sondern einen Körper hat; und wenn man sich vorstellt, dass man kein Geist, Gedanke oder Gefühl ist, sondern einen Geist hat und denkt und fühlt, bleibt nichts zurück das man als sich selbst bezeichnen kann. In der Kabbalah gibt es dafür den Namen „Ain Sof“, der als Nicht-Ende im Sinne von unendlich übersetzt werden kann. Die nächste Nähe zu diesem Bereich kann aber erkundet werden, da sich dort die Regungen des Unterbewusstseins erstmals wie aus dem Nichts geschaffen zeigen. Diese Geburt aus sich selbst nennt die Kabbalah Tzimtzum.

Das Nichts ist vergleichbar, wenn nicht sogar identisch mit der Zahl. Letztere kann zwar als etwas gezähltes in Erscheinung treten, aber niemals an sich selbst. Zahl an sich ist ohne etwas. Auch das Wort oder das Zeichen ist nicht die Zahl. Wenn nun aber die Zahl etwas in der Welt bestimmen und definieren kann, und die Zahl Nichts ist, kann dann nicht auch das Nichts etwas in der Welt aus machen? Das ist vielleicht das Geheimnis der Schöpfung.

Seele und Sefirot

Es existieren verschiedene meist schematische Ansichten darüber wie die Sefirot mit Bereichen der Seele verknüpft sind. Daher ist auch die hier dargebrachte Ansicht so allgemein wie möglich und so individuell wie nötig. Die hier erklärte Struktur soll als Verständnisempfehlung aufgefasst werden.

[Text hier ist in Arbeit]

Zur Seele in der Bibel

Neschamah wurde gemäß Bibel (Gen. 2,7) von Gott dem von ihm aus feuchtem Ackerboden (Adamah) geformten Menschen (Adam) eingehaucht, damit er eine lebende Seele oder ein Lebewesen (Nefesch Chaya) wird. Auch die Tiere wurden ebenda aus diesem Ackerboden geschaffen, und auch sie werden dort als Lebewesen bezeichnet. Es wird dabei aber nicht erwähnt ob Gott auch diesen Neschamah eingeblasen hat oder nicht. Bestimmte Pflanzen wie etwa Bäume werden dann jedoch überhaupt nicht als lebende Seele oder lebendig bezeichnet, sondern Gott ließ sie einfach aus besagtem Ackerboden wachsen.