בקוסמוס התורה היטומי הכלה

Hitomi-Verschlüsselung

Hitomi Methode
Hitomi Methode

Verteilung des Wertes 666
Verteilung des Wertes 666

Als Hitomi (ひとみ), japanisch für Auge, Pupille, Augenlicht, bezeichnet AGS seine Methode, Punktemuster aus der hebräischen Genesis für den Torakosmos zu generieren. Diese Methode kehrt ein steganographisches Kodierverfahren um, das ein solches ist, weil man dem Toratext nicht ansehen kann, dass etwas darin verschlüsselt ist.

Die Methode fußt auf einem Polarkoordinatensystem, bei dem die Versnummer den Winkel bestimmt, und die Position des Wortes im Vers den Radius. Es werden Worte mit einem bestimmten gematrischen Wert gesucht und als Punkte markiert.

  1. Methode
  2. Hinweise
    1. Titelmotiv der Einheitsübersetzung (Bibel)
    2. Die Menorah
    3. Genesis
    4. Sefer Jetzira
    5. Sohar
    6. Hermes Trismegistos
  3. Kritik
  4. Weblinks
  5. Einzelnachweise

Methode

Die Genesis hat 1533 Verse. Diese werden in drei Runden von je 511 Versen um den Mittelpunkt des Rades angeordnet. Der längste Vers hat 26 Worte, so dass sich auf dem gesamten Radius 78 mögliche Punktpositionen ergeben.

Aus Gründen der Darstellbarkeit hat dieses fiktive Beispiel nur 32 Speichen statt 511 und nur vier „Worte“ statt 26 pro „Vers“.
Aus Gründen der Darstellbarkeit hat dieses fiktive Beispiel nur 32 Speichen statt 511 und nur vier „Worte“ statt 26 pro „Vers“.

Bei der Anordnung der Verse und Worte wird mit Vers 1 im innersten Ring begonnen. Dort werden pro Vers die 26 Wortpositionen auf dem Teilradius dieses Ringes verwendet. Es wird so eine Runde gemacht, und diese wird ab Vers 512 im nächsten Ring wieder ab Speiche 1 wiederholt, nur eben auf dem nächst äußeren Teilradius des Systems und so weiter.

Es wird eine Zahl gewählt und für jedes Wort dass diese Zahl als gematrischen Wert hat, wird ein Punkt an die Stelle dieses Wortes im System gesetzt.

AGS beurteilte so entstehende Muster und befand acht für beabsichtigt, vorsichtig ausgedrückt als sinnvoll, die er mit gedachten Linien und Kreisen zu Symbolen ergänzte.

Hinweise

Titelmotiv der Einheitsübersetzung (Bibel)

Die Bibel
Die Bibel

Das Titelmotiv der Einheitsübersetzung zeigt ein dreifaches Christusmonogramm, das einem byzantinischen Mosaik aus dem 5. Jh. in der Taufkirche von Albenga (Italien) nachempfunden ist. Es soll vielleicht die Trinität darstellen.

Die Herkunft des Christusmonogramms an sich ist unklar. Kaiser Konstantin I. soll es einmal im Traum vor einer Schlacht gesehen haben, zusammen mit den Worten „in hoc signo vinces“ („in diesem Zeichen wirst du siegen“). Danach habe er dieses Monogramm auf die Schilde und Fahnen seiner Legionäre schreiben lassen.

Auf jeden Fall erinnert dieses Motiv schwer an das Hitomi-Design.

Die Menorah

Menorah-Leuchter
Menorah-Leuchter

Moses erhielt auf dem Berg Sinai (als er auch die Tafeln mit den zehn Geboten bekam) den Auftrag, ein Heiligtum zu errichten, das Stiftszelt (Mischkan). Zu diesem gehörte auch ein Leuchter (die Menorah).

Exodus 37,17-24 (Luther 1984): Und er machte den Leuchter aus feinem, getriebenem Golde. Daran waren der Fuß und der Schaft, Kelche und Knäufe und Blumen. Sechs Arme gingen von seinen Seiten aus, nach jeder Seite drei Arme. Drei Kelche waren an jedem Arm mit Knäufen und Blumen. An dem Leuchter aber waren vier Kelche mit Knäufen und Blumen, je ein Knauf unter zwei von den sechs Armen, die von ihm ausgingen. Und die Knäufe und Arme waren aus einem Stück mit ihm und alles war aus getriebenem, feinem Gold. Und er machte die sieben Lampen mit ihren Lichtscheren und Löschnäpfen aus feinem Gold. Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Gerät.

Während der vierzigjährigen Wanderung trugen die Israeliten das Stiftszelt inklusive der Menorah stets mit sich, bis es schließlich im Tempel in Jerusalem integriert wurde. Dort ließ König Salomo dann zehn (Zahl der erwarteten verschlüsselten Symbole) goldene Menorot aufstellen, die aber später zerstört wurden.

Genesis

Vers 1022
Vers 1022

Der beste Hinweis auf die „Hitomi“-Methode, natürlich nicht unter diesem Namen, befindet sich auf der Zahlenebene verborgen im Vers 1022 der Genesis. Er liegt genau an der Grenze zum dritten Drittel und in diesem Vers steht dreimal das Wort „Dein Name“ mit dem gematrischen Wert 360, die Grade eines Kreises.

Und das könnte sich auf eine Dreiteilung der Genesis beziehen, weil 1022 Verse zweimal 511 sind, so das nochmal 511 folgen. Das ist eine Teilung in zwei Teile und einen Teil, macht zusammen drei Teile. Analog dazu stehen die ersten zwei „Dein Name“ dort mit „Jakob“ in Verbindung und das dritte „Dein Name“ mit „Israel“. Das sind wieder zwei und eins.

Sefer Jetzira

Das Sefer Jetzira, eine Abhandlung über die Formung der Welt durch die Zahlen und Buchstaben, schreibt in einer möglichen Übersetzung: „Wisse, rechne und zeichne“. Dies ist ein deutlicher Hinweis, dass bei kabbalistischen Berechnungen auch etwas zu zeichnen ist.

Sohar

Der Sohar schreibt von „Kreisen im Auge, die den zentralen Punkt umgeben“.[1] Und ebenfalls Sohar: „Die Augen des weißen Hauptes sind verschieden von anderen Augen. Sie haben keine Lider und keine Wimpern.“.[2] Und: „..., im Schauen des verborgenen Auges [kann gewusst werden]: daß drei eins sind.“[3] (die Drei Ringe?). Und noch: „..., denn von jenem Saphirleuchten leuchtet Ring um Ring.“[4]

Hermes Trismegistos

Hermes Trismegistos, Mosaik im Dom von Siena.
Hermes Trismegistos, Mosaik im Dom von Siena.

511 ist der Gematrie-Kehrwert von „großer Hermes“ הרמס גדול. Hermes Trismegistos heißt dreimal großer Hermes, also ein großer Hermes für jeden der drei Ringe, falls das was miteinander zu tun hat.

Es ist naheliegend, da der verborgene Gematrie-Wert von „großer Hermes“ 971 ist, die Zahl aus der sich das Hitomi-Muster für Chokmah, die kabbalistische Weisheit errechnet. Und Hermes Trismegistos wird mit dem ägyptischen Thot identifiziert, seinerseit ein Gott der Weisheit, unter Anderem.

971 ist auch „Schem Ha Meforasch“ (der ausdrückliche Name), das wiederum den Gadol-Wert 1533 hat (als „IM ausdrücklichen Namen“), also dreimal 511.

Hermes Trismegistos galt als sagenhafter Verfasser zahlreicher philosophischer, astrologischer, magischer und alchemistischer Schriften. Die Neuplatoniker führten sogar die Schriften Pythagoras’ und Platons auf ihn zurück, darunter die Texte über Atlantis mit den drei Ringen.

Kritik

Es wird bemängelt, AGS hätte den Teiler 511 willkürlich gewählt. AGS meint: Eher intuitiv, das hat sich aus der vorher vorgefundenen auffälligen Verteilung eines gematrischen Wertes (666) ergeben. Es war vorhersehbar, dass dieser Wert in dieser Visualisierung etwa ein gleichseitiges Dreieck bilden würde (Bild ganz oben).

Eine oft gestellte Frage ist auch, ob die Muster zufällig sind und man solche nicht in jedem Buch finden könnte. Daher, um nicht etwas beliebiges zu „dekodieren“, unterliegt die Methode einiger Beschränkungen. So ist z. B. die Kodierung auf die hebräische Genesis ausgerichtet, und funktioniert mit anderen Büchern oder Sprachen wenn überhaupt nur durch Anpassungen. Diese müssten dann aber auch erklärbar sein und sich in ein Gesamtkonzept fügen.

Und auf Grund der Beschaffenheit der Genesis, weil darin im Verhältnis zum „Bibelcode“ mit seinen unzähligen Möglichkeiten nur eine knapp begrenzte Zahl verschiedener Wortwerte vor kommt, nämlich 1395 (äußere Werte zzgl. große Werte), kann es höchstens auch nur genau so wenige Muster geben.

AGS stellt jedem Website-Besucher das Muster-Berechnungsprogramm zur Verfügung, so dass der Besucher selbst auf die Suche nach weiteren Symbolen gehen kann. Schlussendlich besteht dabei die Frage, woran man symbolhaltige Muster von rein zerstreuten Punkten unterscheiden kann. AGS meint, dass hierzu ein Vergleich mit den bestehenden Symbolen zweckmäßig ist, basierend auf der Kenntnis und des Verstehens des Torakosmos-Systems und einer gut geschulten Intuition.

Einzelnachweise

  1. II. fol. 222a-b ("Der Sohar", Übersetzungen von Ernst Müller S. 63)
  2. III. fol. 129b ("Der Sohar", Übersetzungen von Ernst Müller S. 76)
  3. II. fol. 43b ("Der Sohar", Übersetzungen von Ernst Müller S. 292)
  4. II. fol. 136b-137b ("Der Sohar", Übersetzungen von Ernst Müller S. 79)