בקוסמוס התורה היטומי הכלה

Binah

Orion Muster, gestaucht, zentriert.
Orion Muster, gestaucht, zentriert.

Binah heißt Verstehen. Es ist nicht der aktiv arbeitende Verstand an sich gemeint, sondern der Moment des Verstehens von etwas. Hier werden archetypische (innere, ursprüngliche) Muster erkannt, die den Willen darstellen. Erkannt heißt, im Unterschied zu Chokmah, wo diese Muster gebildet werden, dass sie hier gesehen werden, erstmals sichtbar auftauchen. Binah an sich ist hierbei der (dunkle) Leerraum Chalal חלל, in dem ein ausgewähltes Muster erscheint.

  1. Orion
  2. Gematrie
  3. Adam Kadmon
  4. Der Narr
  5. Einzelnachweise

Orion

Das Paradebeispiel eines erkennbaren Musters in der dunklen Weite des Universums ist der Orion, Hitomi-berechnet aus der Zahl 656. Im Muster stehen der Gürtel und das Schwert allerdings verkehrt herum und sind fast bis auf den Mittelpunkt verkleinert, womit die Mitte betont wird.

Die Gürtelsterne des Orion liegen am Himmelsäquator. Und der Sirius im Bild befindet sich im Vers 1444. So viele Jahre dauerte der Sothis-Zyklus um 3000 v. Chr. gemessen am Äquator der Erde. Und nur dann und dort kommt man auf 1444. Das Jahr um 3000 v. Chr. war jene Zeit, in der nach heutigem Kenntnisstand die erste Hochkultur, die der Sumerer in Mesopotamien aufblühte.

Und auf die ägyptische Geschichte übertragen ist dies der Zeitraum des Übergangs von der 0. (der nullten) zur 1. Dynastie.

Gematrie

656 ist Isopsephie von griechisch Μεσσιας (Messias), hebräisch Maschiach. Der Maschiach wird zunächst im hebräischen Teil der Bibel, das ist das alte Testament, niemals in Verbindung mit endzeitlichen Heilserwartungen genannt. Es gibt dort auch mehrere in Verbindung mit Maschiach genannte Personen.

Aber dann kann man Maschiach משיח mit Gematrie zusammenrechnen und erhält als vollen Wert 888, auch der Wert des Namens Ιησους (Jesus) im griechischen. Hier erfüllt sich dann doch etwas. Und dieses zeigt sich dann in der 656, als Μεσσιας im neuen Testament.

Adam Kadmon

Der Jesus-Messias ist „der“ Messias, weil er der größte und vorbildlichste ist. Dies kommt im Orion zum Ausdruck. Er ist ein Plan des Menschen im Himmel, den die Kabbalisten Adam Kadmon nennen. Das ist der ursprüngliche Mensch, so wie er ursprünglich gedacht ist.

In und um Binah finden sich seelische Bereiche mit Neschamah, dem Hauch Gottes der den Menschen belebt und bewegt. Diese Bereiche sind die Bestimmung des Menschen, seine höchsten (kultivierten) Ziele und Wünsche, die er in Orion projiziert.

Die Silhouette des Orion bildete in den alten ägyptischen Wandmalereien den Rumpf nahezu aller wichtigen Personen oder Götter, die somit seltsam verdreht erscheinen.

Der Narr

Orion in hebräisch ist Kessil כסיל, der Narr. Erkennbar an seiner Silhouette, ist er im Tarot[1] die Null oder das Nichts, ist das, was Zahl an sich ist. Und wenn sich der Mensch alles was er meint zu sein als ein Haben denkt, bleibt als Sein nur Nichts übrig. Diese Vorstellung ist närrisch, weil sie dann an sich wieder nur etwas ist, das er hat, aber nicht ist.

So ist der Kehrwert von Neschamah נשמה 111, ebenfalls der normale Wert von Alef אלף, dem ersten Buchstaben, der dem Narren oder der Null zugeordnet wird. Kehrwert bedeutet hier, dass die kultivierende Kraft sich als Neschamah erstmals zum sichtbaren Ausdruck bringt.

Einzelnachweise

  1. Der Narr im Tarot