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Hod

<a href="torakosmos/hitomi.html">berechnetes</a> Muster für Hod
berechnetes Muster für Hod

Die Sefira Hod stellt den sich selbst reflektierenden Intellekt dar. Im Torakosmos wird er symbolisiert durch einen rechten Winkel.

Denn umso mehr Licht im 90-Grad Winkel auf eine Oberfläche trifft, desto besser wird es direkt zu seiner Quelle zurück gesandt und kann von dort aus wahr genommen werden.

Mittels Hod ist die Erkenntnis möglich, dass aller gedachter Inhalt des Intellekts „nur” eine Reflektion des Selbst ist. Hod ist dabei weder das reflektierte Bild, noch der Reflektor oder Spiegel an sich (der ist Jesod), sondern das Reflektieren.

„Spiegelung“ ist außerdem kein geeigneter Begriff, da hier nichts ins Gegenteil umgekehrt wird, sondern nur zurück-, bzw. wiedergegeben. Und Hod erklärt, wie das Wiedergeben funktioniert.

  1. Geistesblitze
  2. Ruhm und Ehre
  3. Wagenlenker
  4. Baustelle
  5. Siehe auch
  6. Einzelnachweise

Geistesblitze

Muster, Winkelmaß und Pythagoras.
Muster, Winkelmaß und Pythagoras.

Es kann dem Betrachter auffallen, dass jeweils zwei der gelben Punkte des Musters (Bild oben links) die selbe Distanz zueinander haben, einmal auf der Horizontalen und einmal auf der Vertikalen. Und dass die längere Strecke, die ohne Punkte ist, die doppelte Länge der Distanz hat (Bild oben rechts).

In dem Muster kann der Satz des Pythagoras erkannt werden. Dazu ist es nur nötig, den gewohnten Denkrahmen über den Horizont hinaus zu erweitern, sprich die Striche im Bild (oben rechts) über die scheinbaren Endpunkte hinaus zu zeichnen (Bild unten links). Dann stimmt das Verhältnis, ist 3:4:5, die erste und kleinste mögliche Lösung für ein ganzzahliges pythagoreisches Tripel (Bild unten rechts).

Die Konstruktion des Satzes des Pythagoras symbolisiert in der hier gezeigten Weise nicht nur das reine logische Denken und Schlussfolgern an sich, sondern auch die Entdeckung neuer Regeln. Ohne dieses käme in der Reflektion immer nur das schon bekannte bei heraus. Wer neue Wege geht, erweitert das Bewusstsein.

Ruhm und Ehre

Der kabbalistische Begriff Hod bedeutet Brillanz im Sinne der Fähigkeit zu einer hervorragenden Leistung.[1][2] Daher findet man manchmal die Bedeutung Ruhm. Denn Ruhm ist gewissermaßen das Echo oder die Antwort auf eine brillante Leistung oder einen Dienst. Da aber Hod weder die Leistung, noch die Antwort darauf an sich dar stellt, sondern deren Qualität begründet, ist Brillanz richtig.

Es gibt den Unterschied zwischen Bestätigung und Verdienst. Bestätigung ist möglich, wenn der gewohnte Rahmen beibehalten wird. Dann kann das selbe wieder zurück kommen, sozusagen ein Ja oder eine Ok. Bestätigung heißt, eine Rechnung zu wiederholen, nachzuvollziehen, zu prüfen. Beim Verdienst erscheint aber etwas neues, oder etwas das bisher übersehen wurde. Verdienst bedeutet, eine neue Formel zu sehen, einen neuen Weg oder ein neues Ziel zu erkennen.

Der Unterschied gilt genauso für die Selbstreflektion. Hier ist ein Gedanke, eine Erkenntnis entweder eine, die schon mal gedacht wurde, oder sie ist neu. Um eine neue Erkenntnis zu haben, muss man einen neuen Standpunkt einnehmen:

Der Mond zeigt der Erde immer nur die selbe Seite. Das ist wie als würde man stetig an das Gleiche denken, bzw. sich daran erinnern. Von der Sonne aus gesehen kann man aber den Mond sich drehen sehen. Und dieser Platz an der Sonne ist der aktuelle Blick auf einen selbst in Veränderung und Bewegung.

Wagenlenker

Der sich reflektierende Mensch erkennt sich in der Bewegung (dem Streben), die durch den großen Wagen dargestellt ist. Dieser symbolisiert Netzach, die Emotion.

Hod hat dabei den Bezug zu Netzach, dass der Intellekt durch Reflektieren das Fühlen schützt und regelt. Hod erklärt Netzach, in welche Richtung(en) zu streben sich lohnt, so dass der Mensch Mäßigkeit und Zufriedenheit er-fährt.

Baustelle

Wer den rechten Winkel als Werkzeug kennt/hat, vermag es, auf einfache Weise formelle Genauigkeiten beim Bau eines Hauses einzuhalten, z. B. durch Anlegen des Winkels an den zu begradigenden Stein. Der rechte Winkel wiederum lässt sich mit Hilfe eines einfachen Maßes herstellen, eines geschlossenen Seils mit 12 Knoten in gleichen Abständen, durch welche bei richtigem Aufspannen des Seils der Umriss des 3:4:5 Dreiecks gebildet werden kann. Das kann zur Kontrolle von Wänden verwendet werden, die zueinander im rechten Winkel stehen sollen.

Der „Bau eines Hauses“ ist auch symbolisch zu verstehen, nämlich als die Einhaltung bestimmter Regeln, die des Rechtens sind, bei der Erbauung dessen, was in spirituell-esoterischen Schriften der „Tempel des Selbst” genannt wird.

Im Gegensatz zu Naturgesetzen sind die Regeln der Baukunst kulturelle Errungenschaften die nicht schon immer da waren. Nach dem Muster von etwas „Höherem“ werden dies Errungenschaften von Menschen konstruiert und aufgebaut, die über den Tellerrand der Gewohnheiten hinaus blicken können, die offen für das „Höhere“ sind. Daher ist der Satz des Pythagoras das Siegel des Merkur (kabbalistisch Hod), des griechischen Hermes, des Götterboten, der die Menschen vernünftig macht indem er ihnen die Ideen Gottes vermittelt.

Somit kann ersichtlich werden, warum das Schlüsselwort zur Zahl 867, aus welcher die Punkte des Hod-Musters berechnet werden, nach der Gematrie „Ha Tabnit“ התאבנית ist (von banah = bauen). Das Wort heißt das Muster, der Plan, die Konstruktion oder das Gebäude. Und so sagt David in 1 Chronik 28,19 als er seinem Sohn Salomo den Plan für den Tempel übermittelt zum Schluss:

„Über dies alles, über alle Werke [Einzelheiten] dieses Musters hat Jahwe mich durch Schrift aus seiner Hand auf mir unterwiesen.“

Das Wort „Werke“ kann hier mit Hilfe von „Einzelheiten“ verstanden werden, da gemeint ist „alles was zu tun ist“ um den Plan zu erfüllen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. „Brillanz” im Duden
  2. „Brillanz“ hebräisch