בקוסמוס התורה היטומי הכלה

Verszyklen in der Tora

Die Tora ist oder beinhaltet eine Ansammlung an astronomischen oder numerischen Zyklen. Das heißt zum Einen, ihre Verszahl ist das kleinste gemeinsame Vielfache diverser Zyklen (verschiedene Zyklen passe da aufgehend rein). Und zum Anderen gibt es signifikante Textinhalte an ein paar Stellen, die nach solchen Zyklen ausgerichtet sind.

  1. Planetare Zyklen
    1. Oktaeteris
    2. Jupiter
    3. Sterne zählen
  2. Einzelnachweise

Planetare Zyklen

Es gibt Zusammenhänge zwischen den Planeten und der Tora, die sich in Zyklen äußern. Eine astronomische Deutung allein ergibt keinen Sinn, dazu ist das Thema in der Tora zu dünn gesät und kann so kein astronomisches Wissen übermitteln. Es gilt vielmehr auch ein übertragener Sinn im Bezug auf den Menschen und seine Entwicklung, der erst durch eingehende Beschäftigung mit den Sachverhalten entsteht.

Oktaeteris

Doppelter Oktaeteris in der Tora
Doppelter Oktaeteris in der Tora

Ein erster Hinweis auf Planetenzyklen in der Tora liegt im Kapitel 17. Dort werden die Zahlen 13 und 99 genannt (und nur dort). 99 ist das Alter Abrahams in dem Kapitel und 13 das Alter Ismaels ebendort. 99 Mondphasenzyklen messen zugleich auch 13 Venusjahre und 8 Erdjahre. Und den gemeinsamen Zyklus von Venus, Mond und Erde nennt man Oktaeteris.

Die 99 wird doppelt genannt und die Tora hat doppelt so viele Verse wie der Oktaeteris Tage, wobei diese Verszahl aber nicht ganz einheitlich ist. Es kommt auch darauf an, nach welchem Planeten man den Oktaeteris misst, weil die Planeten nicht genau gleich laufen. 5847 Verse sind ein gutes Maß, da die zweimal 99 Monde von je 29,530589 Tagen bis auf eine Null hinter dem Komma genau auf gehen: 29,530589 * 99 * 2 = 5847,06. Eine 5844 ist auch gut, denn die ergibt sich aus 2 * 8 = 16 Erdjahren von je 365,25 Tagen.

Die 99 erinnert an: Die 99 Namen Allahs. Und im alten Griechenland existierte eine kalendarische Zeitspanne zu 49 oder 50 Monden (zusammen 99), also einem halben Oktaeteris, der Olympiade genannt wurde. Noch heute richten sich unsere olympischen Spiele danach. Die 50 wird dabei auf die gleiche Zahl der Töchter der Mondgöttin Selene bezogen[1].

Die wiederkehrenden Mondphasen können als Inkarnationen des Ich gesehen werden. Das hat etwas mit Vertrauen zu tun, denn über das Vorher oder Nacher des jeweiligen Ich kann man nichts wissen.

Jupiter

Ein weniger offensichtlicher Hinweis auf Planetenzyklen in der Tora findet sich ebenfalls in Kapitel 17, im ersten Vers davon. Das ist nämlich der Vers Nummer 399. Und während diese Zahl rund dem synodischen Zyklus des Jupiter von 398,88 Tagen entspricht, findet sich in diesem Vers auch das 4333ste Wort der Tora. 4333 ist die Zahl der Tage von Jahren auf dem Jupiter. Und das Wort ist: „Jahre“.

Sterne zählen

Ferner ist auch interessant, das Abram im Vers 366 die Sterne zählen soll (Genesis 15,5). 366 Tage sind ein Schaltjahr, und das kann man am besten am Stand der Sterne messen.

Es wird in dem Vers nach herkömmlicher Lesung ausgesagt, dass Abrams Nachkommenschaft so zahlreich wie die Sterne sein wird. Es ist aber nach AGS auch eine andere Lesung möglich: Wenn Abram die Sterne zählen kann, dann wird sein Same zahlreich sein.

Eine ältere Bedeutung des Wortes Zahl ist Rechnung[2]. Die Sterne zählen ist unmöglich, nicht aber die Zählung oder Berechnung ihrer Zyklen, z. B. eben die Zahl der Tage eines Jahres.

Die kulturelle Entwicklung des Menschen hängt von astronomischen Kenntnissen ab. Das Jahr zu zählen erscheint einfach. Aber fest zu stellen, dass Korrekturen durch Schaltjahre nötig sind, und wie genau, das braucht schon etwas mehr. Darauf ist dieser doppeldeutige Vers ausgerichtet.

Das Wort „die Sterne“ הכוכבים (Ha Kochavim) hat dort den gematrischen Wert 663, was als eine symbolische Umkehr von 366 gesehen werden kann. Denn wir müssen nicht nur raus gehen und nach oben auf die Sterne schauen, sondern es soll der Mensch auch in sich gehen und dort etwas zählen, das seiner Art nach gleich den Sternen ist. Und das sind zum Beispiel einzelne punktförmige Ideensamen, welche vor dem Verstand zu Mustern assoziiert werden, so wie etwas Gezähltes durch Zählen aus der an sich formlosen Zahl hervor geht. Hier wird noch eine weitere Bedeutung des Zählens klar, das ist Beobachten und Ordnen.

Und die kulturelle Entwicklung bezieht sich dann auch nicht nur auf die Menschheit, sondern umgekehrt auf den einzelnen Menschen persönlich und sein inneres Wesen. Und die Feststellung und Anwendung dessen, dass ein korrigierender Schalttag nötig ist, damit der Mensch mit der Natur synchron zählt, könnte sich darauf beziehen, dass der Mensch seine Geschicke nicht rein der Natur überlassen kann, sondern das seine Aktivität zur Korrektur der Welt mitgefragt ist. Und zwar auch eine nach innen gerichtete (selbst)korrigierende Aktivität.

So wie die korrigierende Aktivität die Domäne der Sefira Gevurah ist, ist das Punktemuster zu dieser Sefira symbolisch durch die Zahl 366 berechenbar, da mit dieser das Jahr korrigiert wird.

Einzelnachweise

  1. Selene bei Wikipedia
  2. Begriff Zahl bei Wikipedia